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[zum Oktober]
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| 28.9.2001 |
Erinnert Ihr Euch an Der Film war so cool, weil Michael Douglas ein paar Dinge nicht mehr akzeptierte und - sagen wir mal zu unkonventionellen Methoden griff, um auf die Mißstände aufmerksam zu machen. Oder, um es an einem Beispiel deutlicher zu machen: weil er einen kompletten Laden zu Brei schlug, weil die Dose Cola teurer geworden war, als er es akzeptieren konnte. Und wir alle haben uns mit ihm gefreut, weil wir das Gefühl nur zu gut kennen. Das Gefühl der Ohnmacht, wenn ein minderjähriger Schnösel breit grinsend sagt: "Tja, wenn Du bei der Inflation nicht mithalten kannst, bist Du wohl zu alt." Wenn ein Stück Behörde durch einen seiner Bediensteten mit Pensionsanspruch seine Macht ausspielt: "Ach, sie haben nur zwei Durchschläge? Dann müssen Sie sich wohl noch einmal anstellen..." Man kann mitfühlen - und irgendwie möchte man auch einmal ausrasten. Wer hat voller selbstgerechtem Unverständnis den Kopf über den Um nicht falsch verstanden zu werden - ich habe den Kopf gesenkt. Voller Trauer und Mitgefühl für die Opfer und die Hinterbliebenen. Aber wenn man einen Grund für etwas zu verstehen beginnt, kann man an den Ursachen weitersuchen. In diesem Sinne... |
| NEIN |
ich akzeptiere (Nachtrag) weder die Methoden von Michale Douglas im Film noch die des Mannes in der Schweiz.
Es geht um Verstehen, nicht um Akzeptieren oder Nachahmen. |
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| 26.9.2001 |
Eine Zeit, in der man nur Fehler machen kann.
Das jawl ist ducrhaus entstanden, um zu unterhalten. Nicht zielgruppenausgerichtet, sondern nach dem simplen Prinzip "Wenn Du es magst, bleib hier und fühl Dich wohl, wenn nicht - sorry." In diesen Tagen muss Unterhaltung gerechtfertigt werden. Ich kann und will mich aber nicht rechtfertigen. Sowieso nicht und hier erst recht nicht. Ich habe einfach keine Zeit, durch das Netz zu streifen und gutes von schlechtem zu trennen, Meinungen zu sondieren und mir eine eigene zu bilden. Ich muss gelegentlich auch arbeiten - und wenn mir dabei etwas geschieht, was ins jawl passt, schreibe ich es auf. Und wenn mir nichts passiert, schreibe ich halt nichts. Meist ist das Leben in den vergangenen Monaten seit April skuril genug gewesen, dass fast täglich etwas im jawl stand. Seit den Anschlägen in New York und Washington fällt vieles durch den Filter. Vieles erscheint mir einfach nicht mehr schreibenswert - weil alle Grenzen dessen, was man kannte an diesem Tag weit hinter sich gelassen wurden. Und sich so meine Relationen verschoben haben. Aber das Leben geht weiter. Unser Leben geht weiter und das Leben auf der Erde geht weiter. Und es hat sich nicht so wesentlich geändert, dass es sich nicht mehr lohnen würde, darüber zu schreiben. Dass es sich für die Angehörigen, für die New Yorker geändert hat ist klar. Wie es sich für die Weltmärkte ändern wird wird sich zeigen. Ob und in welcher Form es sich für unser aller Zusammenleben ändern wird ist nicht abzusehen. Aber dass sich im alltäglichen Nicht-Miteinander-Umgehen nichts geändert hat kann man jeden tag sehen. Ob an der HotLine des Providers oder in der Bäckerei. Entsetzt waren alle, freundlicher ist keiner. Und so werde ich denn weiterschreiben - über den alltäglichen und nicht den großen Wahnsinn. Mit alle seinen kleinen verrückten aber auch seinen schönen Momenten. Denn sie alle gehören zum Leben. Und jetzt habe ich mich ja auch genug dafür gerechtfertigt. |
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| 18.9.2001 |
Business as usual überall.
Ist wahrscheinlich auch menschlich - die Dinge lassen sich am besten verarbeiten, wenn man so weitermacht wie immer. Wenn es möglich ist. Und mir hier steht es nicht zu, zu richten. Ob es überhaupt irgendjemand zusteht zu richten, ist eine Frage, die sich vielleicht der eine oder andere in verantwortlichen Positionen in "der letzten Supermacht" mal stellen sollte. Danke an Herrn Knecht, der Sätze, die nicht gesagt sein sollten. Sätze, die mich einmal wieder darüber nachdenken machen, ob dieses Land jemals meins sein kann. Danke an die Segerts, die Danke an |
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| 14.9.2001 |
So langsam bin ich immerhin wieder in der Lage ein paar Gedanken in Worte zu fassen; Business as usual ist nicht möglich.
Aber ein paar Beobachtungen der letzten Tage möchte ich doch nicht einfach so stehen lassen. Was ich nicht gebrauchen konnte:
Bilder von feiernden (weil von ihrem System mißbrauchten) Kindern. Abschaum, dem nichts zu heilig ist, um nicht noch ein
geschlossenen Websites, Die Bilder bleiben in meinem Kopf, werden aber immer noch nicht wirklicher. Aber Allgemeinplätze sind hier falsch; wahrscheinlich lassen sich keine Worte finden. |
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| 11.9.2001 |
Morgen vor 24 Jahren starb in Port Elizabeth, Südafrika in einer Polizeistation Steve Biko.
Die Betroffenheit der 80er ist zwar total out und die Apartheitspolitik der südafrikanischen Politik steht auch auf dem Abstellgleis. Und Nelson Mandela ist auch schon länger frei. Trotzdem lohnt es sich durchaus, auch diesen Teil der Weltgeschichte zu kennen. |
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| 10.9.2001 |
Noch ein Nachtrag zu den Coverversionen: Laut |
| SORRY |
- ich muss mich mal eben abreagieren...
Das Telefon klingelt und ich höre mir eine halbe Stunde lang an, dass S. gesagt hat, dass K. gesagt hat, dass ich gesagt habe, und da will M. sich doch mal eben drüber aufregen. Erstens: Lustigerweise nichts von wahr. Und zweitens: Bin ich 16? Haben wir das nicht langsam hinter uns? |
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| 9.9.2001 |
Zwei Kleinigkeiten zum Thema "Coverversionen":
In der deutschen Charts befinden sich im Moment 6 Coverversionen. 6 von 10. Irre. Ihr glaubt es nicht? 1) No Angels - there must be an angel ( 2) Hermes House Band - Country Home ( 3) Li'l Kim - in the air tonite ( 5) DJs @ work - someday ( 6) Atomic Kitten - eternal flame ( 9) Shaggy - angel (keine Ahnung) (Quelle: |
| UND: |
ich habe gerade die Werbung für Oli P.'s neue Single gesehen: Girl you know its true. ( Hey Oli, das war doch damals schon scheisse. |
| HE! |
Du! - Wer auch immer Du bist, der Du nach |
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| 8.9.2001 |
Im Hintergrund laufen die Einmal so geshen: Früher hätten die alle nie auf einer Bühne gestanden. Ist doch alles verlogen und nur noch Kommerzkacke. Limp Bizkit kriegen von Snoop Dog ihren Award statt ihm erst einmal in die Fresse zu hauen. Und alle sind doch eh vom MTV gekauft. Und High-Heels-Hot-Pants-Girlies jubeln Trash-Bands zu, weil die ja soooo sexy sind. Fuck. Oder so gesehen. Früher hätten die alle nie auf einer Bühne gestanden. Ist schon cool, was der Crossover, der damals in den Achtzigern anfing so alles bewegt hat. Und Limp Bizkit können von Snoop Dog ihren Award kriegen weil sie sich gegenseitig respektieren. Und MTV ist das Sprachrohr. Und High-Heels-Hot-Pants-Girlies jubeln Trash-Bands zu, weil die ja soooo sexy sind. Cool. Mulder sagte, die Wahrheit wäre irgendwo da draussen. Ich finde, sie liegt irgendwo in der Mitte. |
| UND |
haben wir das auch geschafft. |
| HEUTE |
spielen Morgen auch noch einmal. Auch um 11. |
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| 6.9.2001 |
Da wohne ich doch nun schon ein paar Jahre in und um Menden - und nun lese ich, dass wir den "beliebtesten Aha. |
| UND |
ausserdem noch den Verein zur Unterstützung gefallener Playmates.
Oder was denkt Ihr Euch bei dem |
| ACH |
ja - der nachgetragene Link zum Anruf von gestern: Der Herr links auf dem Bild zeigt uns deutlich wo's langgeht. |
| DIE |
angekündigte Aktion "We Can" muss wohl erst ihren Namen (und hoffentlich nicht auch sich selbst) finden.
Später wohl wieder; ich bleib dran. |
| ENDLICH |
habe ich eine gute Ecke für das Zitat oder den Songfetzen oder die Schlagzeile oder ... oder ... des Tages gefunden.
Oben rechts - eigentlich logisch. Die Idee ist zwar nicht von |
| WER |
hier stammliest mag es schon entdeckt haben: den Link zum eigenen Senf im jawl.
Er heisst [just comment] und steht jeden Tag ganz unten; am Layout arbeite ich noch. Ich bin gespannt. |
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| 5.9.2001 |
Gerade auf meinem Handy:
- (klingel) ich: Christian Fischer... ?: Bundeswehr Hemer - ich verbinde... ?: (klick, klick, klick) ?: (Hintergrundmurmeln) ?: (Hintergrundmurmeln) ?: murmel, murmel - spreche ich mit dem Gefreiten Christian Fischer? ich: (grinsend) nein ?: das ist uncool (Klick) |
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| 4.9.2001 |
Das wurde auch Zeit - Windows endlich absturzsicher.
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| DIESEM |
Weblog liegt in der oberen rechten Ecke ein Link auf "We Can - Weblog Cooperation Against Nazis" bei.
Ich bitte um freundliche Beachtung. |
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| 2.9.2001 |
Gestern Abend in Und das hier geht raus an alle, die nicht wissen, dass Glashaus hier covern. Oder - etwas altertümlicher gesagt: nachspielen. Dass man sich - wenn man ein Stück eins zu eins nachspielt und es nicht verändert, also nicht interpretiert - nicht einmal mit dem Originalautoren in Verbindung setzen muß. Wie billig ist es eigentlich, mal eben schnell eine (auch gute) Single auf den Markt zu schmeissen um dann bei Erfolg schnell eine Coverversion nachzuschieben? Funktioniert ja meist prima. Das Original muss nur so alt sein, dass die Teenie-Zielgruppe es nicht bewußt aus dem Radio kennt. Nicht bewußt sage ich absichtlich, denn natürlich erhöht es die Erfolgschancen beträchtlich, wenn beim ersten Hören das Gehirn nicht "Häh? Was soll denn das jetzt?" meldet, sondern das Unterbewußtsein schon fröhlich mitsummt. Also: Lernt Lernt die |
| AUCH |
"Country Roads" ist nicht von der Hermes House Band - mußte ich das erwähnen?
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| 1.9.2001 |
Beginnen wir den Monat doch mit ein paar |
| WEITER |
erwähnenswert am heutigen Tag: Der Damit heute die Türen offenstehen, waren sie die Woche über meist geschlossen. Putzen, aufräumen und so. Erinnert Ihr Euch an früher - der letzte Tag bevor die Eltern aus dem Urlaub wiederkamen? So ähnlich. |
| JAAAAA, |
ich haaaattee jaaa auch üüüüberleeegt, oooob eees sooo schlauuuu waaar, wiiiieder aaan deeen Straaand zuuu fliiiegeeen, aaaber iiimmeeer, weeenn iiich feeeertiig üüüberleeeegt haaaatte, waaaar iiiich schoooon daaaaa.
Uuuuund daaaann biiin iiich aaaauch gebliiiebeen. (aus einem geheimen Gesprächsprotokoll des Verteidugungsministers mit dem Bundeskanzler) |
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[zum August] |
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www.jawl@raum-im-netz.de |
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